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about

Ute Lindenbeck ist eine freischaffende Szenografin, die in den Bereichen darstellende Kunst, urbane Praxis und Kunstvermittlung tätig ist. Ihre künstlerische Laufbahn begann sie als Mitglied und Anleiterin im Kinder- und Jugendzirkus „Tohubawohu“ in Bremen Vegesack. Nach ihrem Umzug nach Berlin entwickelte sie im Theaterkollektiv „ATTA coop – Fahrendes Theater“ erste Theatercollagen, die in Berlin, Brandenburg und Polen aufgeführt wurden.
Sie studierte Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin und der Central Saint Martins University of the Arts London und schloss ihr Studium im Jahr 2000 mit einem Diplom ab. Seitdem entwirft sie Bühnen- und Kostümbilder für Opern und Schauspielproduktionen, sowohl an Stadttheatern als auch in der freien Szene. Sie arbeitet langjährig mit den Regisseurinnen Brigitta Gillessen und Verena Koch zusammen und kollaborierte zuletzt 2022 („Am Ende von uns“, Theater im Delphi Berlin) und 2024 („(Kein) Weltuntergang“, Theater an der Rott) mit der Regisseurin Johanna Hasse. Lindenbecks Arbeit zeichnet sich durch eine materialreduzierte Herangehensweise aus und in den letzten Jahren hat sie verstärkt mit gefundenen Objekten und Produkten aus Materialinitiativen gearbeitet, wobei sie die Geschichten hinter den Dingen schätzt.

2012 gründete sie zusammen mit dem Regisseur Reto Kamberger und der Schauspielerin Anna Dieterich in Berlin die AGENTUR FÜR ANERKENNUNG. In diesem Theaterkollektiv entwickelt sie als Dramaturgin und Ausstatterin Projekte, die auf persönlichen Geschichten basieren und utopische Bilder für die heutige Gesellschaft entwerfen. Im Theater unterm Dach Berlin zeigte AGENTUR FÜR ANERKENNUNG „Integrare heißt Erneuern“ (2012), „Nach der Arbeit“ (2014), „Der Horatier“ (2016), „Hotel Europa“ (2018) und den Erzählabend „Das Twittern der Nachtigal“ (2022).

Das Interesse für den Öffentlichen Raum zieht sich durch Lindenbecks Arbeit, hier schafft sie v.a. Anlässe und Inszenierungen, die unterschiedliche Menschen zusammenbringen. Ihre theoretische Diplomarbeit „En Passant – Von Menschen in Mengen“ beschäftigte sich mit dem konstituierenden Element von Begegnungen im öffentlichen Raum, inspiriert von Walter Benjamin, Georg Simmel und Michel de Certeau. Im Projekt „Auf der Suche nach der neuen Gemütlichkeit“ reiste sie mit einer Pop-up Tafel durch Berlin und London. Sie nahm als Künstlerin an Projekten von Raumlaborberlin teil,  „Hotel Neustadt“ (Hotelfilmfestival, 2003), Dolmusch X-press (Station Banja Luka, 2006) und  „Die Expedition“ (2. und 3. Etappe, 2010,2011) in St. Pölten. Seit 2019 ist sie Mitglied im Floating e.V., der mit der Floating University ein Reallabor für städtisches Zusammenleben im Regenwasserrückhaltebecken in Berlin-Kreuzberg, betreibt. Hier arbeitet sie in den Bereichen Programmierung, Produktion, Akquise und Öffentliche Kommunikation.

Lindenbeck intensivierte ab 2017 ihre Arbeit im Bereich künstlerische Vermittlung. Von 2017 bis 2019 leitete sie zusammen mit Sofie Hüsler die Theatergruppe in der S27 und entwickelte Performances für das Projekt „Europaladen“. In dieser Zeit war sie auch im Theaterkollektiv „Sisyphos der Flugelefant“ aktiv und entwickelte mehrere Workshopreihen im Young Mind Lab. 2018 trat sie dem Leitungsteam der Floating Kidsuni bei, wo sie auf dem Gelände des Regenwasserrückhaltebeckens zusammen mit Sabine Zahn, Işıl Güney und Hendrik Weiner Module für das Projekt „Universität der jungen Stadtforschenden“ entwickelte. Es folgten das „Floating Kids Manifest“ 2020/21 und experimentelle Workshopreihen in den Floating Programmen Natureculture Pedagogies (2022) und Natureculture Strategies (2023). Im Rahmen des Projekts „NUR HIER“ kooperierte die Kidsuni mit TUSCH, und 2023 entwickelte die Kidsuni im Projekt „WasserkostBar“ ein neues Angebot für Schulen in Berlin.

Ute Lindenbeck is a freelance scenographer working in the fields of performing arts, urban practice, and art education. She began her artistic career as a member and instructor in the children’s and youth circus „Tohubawohu“ in Bremen Vegesack. After moving to Berlin, she developed her first theater collages with the theater collective „ATTA coop – Fahrendes Theater,“ which were performed in Berlin, Brandenburg, and Poland. She studied stage design at the Kunsthochschule Berlin and the Central Saint Martins University of the Arts London, graduating with a diploma in 2000. Since then, she has been designing stage and costume designs for operas and theatre, both at public funded theaters and in the independent scene. She has worked for many years with directors Brigitta Gillessen and Verena Koch, and most recently collaborated in 2022 on „Am Ende von uns“ (Theater im Delphi Berlin) and in 2024 on „(Kein ) Weltuntergang“ (Theater an der Rott) with director Johanna Hasse. Lindenbeck’s work is characterized by a material-reduced approach, and in recent years she has increasingly worked with found objects and products from material initiatives, appreciating the stories behind the objects.

 

In 2012, she co-founded the AGENTUR FÜR ANERKENNUNG in Berlin with director Reto Kamberger and actress Anna Dieterich. In this theater collective, she develops projects as a dramaturg and designer that are based on personal stories and create utopian images for today’s society. At the Theater unterm Dach Berlin, AGENTUR FÜR ANERKENNUNG presented „Integrare heißt Erneuern“ (2012), „Nach der Arbeit“ (2014), „Der Horatier“ (2016), „Hotel Europa“ (2018), and the storytelling evening „Das Twittern der Nachtigal“ (2022).

 

Lindenbeck’s interest in public space runs through her work, where she primarily creates occasions that bring together diverse people. Her theoretical diploma thesis „En Passant – Von Menschen in Mengen“ dealt with the constitutive element of encounters in public space, inspired by Walter Benjamin, Georg Simmel, and Michel de Certeau. In the project „Auf der Suche nach der neuen Gemütlichkeit“ she traveled with a pop-up table through Berlin and London. She participated as an artist in projects by Raumlaborberlin, including „Hotel Neustadt“ (Hotel Film Festival, 2003), Dolmusch X-press (Station Banja Luka, 2006), and „Die Expedition“ (2nd, 2010 and 3rd stage, 2011) in St. Pölten, Austria. Since 2019, she has been a member of Floating e.V., which operates the Floating University, a real-world laboratory for urban coexistence in the rainwater retention basin in Berlin-Kreuzberg. Here, she works in the areas of programming, production, acquisition, and public communication.

 

Since 2017, Lindenbeck has intensified her work in the field of art education. From 2017 to 2019, she led the theater group in the S27 together with Sofie Hüsler and developed performances for the project „Europaladen.“ During this time, she was also active in the theater collective „Sisyphos der Flugelefant“ and developed several workshop series in the Young Mind Lab. In 2018, she joined the team of the Floating Kidsuni, where she, along with Sabine Zahn, Işıl Güney, and Hendrik Weiner, developed modules for the project „University of Young Urban Researchers“ on the grounds of the rainwater retention basin. This was followed by the „Floating Kids Manifest“ in 2020/21 and experimental workshop series in the Floating Programs Natureculture Pedagogies (2022) and Natureculture Strategies (2023). As part of the project „NUR HIER,“ the Kidsuni cooperated with TUSCH, and in 2023, the Kidsuni developed a new offer for schools in Berlin in the project „WasserkostBar.“

 

Ausbildung | education

1989 – 1992 Lette-Verein Berlin, Berufsfachschule für Mode, Fotografie und Grafik
Abschluss: Staatlich anerkannte Grafikerin
1994 – 2000 Kunsthochschule Berlin, Fachbereich Bühnen- und Kostümbild
Abschluss: Diplom
1998 Central Saint Martins University of the Arts, London
Auslandssemester im Fachbereich Performance Design and Practice

Arbeiten | works Ute Lindenbeck

Kontakt | contact
Ute Lindenbeck
10997 Berlin
mail(at)utelindenbeck.de